Chronik

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29. Januar 1925 Gründung des Schützenvereines “Eichenlaub” Sondersfeld
27. Juni 1926 Weihe der Fahne
21. April 1934 Auflösung des Schützenvereines “Eichenlaub” Sondersfeld
1933 – 1957 Während des nationalsozialistischen Regimes ab 1933, den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 und den schweren Jahren nach dem Krieg bestand der Verein nicht.
12. Januar 1957 Wiedergründung des SV Eichenlaub Sondersfeld durch Bürgermeister Karl Pröbster
1963 Im Vereinslokal Gailler wurde der ausgediente Kuhstall zweckentfremdet und mit freiwilliger Hilfe der Mitglieder vier neue Schießstände eingerichtet
1965 Dadurch konnte bereits 1965 eine Mannschaft am Rundenschießen teilnehmen und wurde gleich zweiter Gruppensieger in der C-Klasse Oberpfalz IV
1966 wurde die erste Mannschaft in der B-Klasse Oberpfalz IV Sieger, die zweite Mannschaft wurde in der C-Klasse Oberpfalz IV ohne eine einzige Niederlage Gruppensieger
1967 wurde die Juniorenmannschaft des Schützenvereins “Eichenlaub” Sondersfeld mit 821 Ringen Gaumeister und Gaupokalsieger mit 812 Ringen
1969 Errichtung eines neuen Schützenheimes
30. Juli 1972 Einweihung des Schützenhauses
1976 50-Jähriges Gründungsjubiläum
1979 wurde erstmals ein Sauessen für die ganze Bevölkerung abgehalten
1988 Teilnahme von elf Mannschaften am Rundenwettkampf
1988 Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga
1988 – 1998 Gewinner des Stadt(wander)pokals wie auch der Mannschafts-wertung der Stadtmeisterschaften der Großgemeinde Freystadt
1989 Anschaffung elektrischer Schießstände; Modernisierung des Schützenhauses
1994 Anschaffung eines zuverlässigen Ringlesegerätes mit Bildschirm zur Auswertung der Schießergebnisse
30.06-02.07.2000 75-jähriges Vereinsjubiläum
2000 Teilnahme an Festzügen in Ebenried, Kinding und Neumarkt
2005-2007 Schützenhausumbau und -anbau
2008 Einweihungsschießen und Einweihungsfest

 

 

Langform

Am 29. Januar 1925 entschlossen sich 28 gleichgesinnte Bürger der damaligen Gemeinde Sondersfeld einen Schützenverein zu gründen.

 

Außerdem hatte der Verein neun passive Mitglieder und drei Ehrenmitglieder.

 

Der Verein wurde schnell zu einer Einheit und es begann ein aktives Vereinsleben mit geselligen Abenden und Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen. Der erste Höhepunkt erfolgte bereits am 27. Juni 1926 mit der Weihe einer Fahne.

 

Schießabende, Ausflüge, Sebastiansfeiern und auch die Teilnahme an Beerdigungen von verstorbenen Mitgliedern waren bis 1933 die wichtigsten Merkmale des noch jungen Vereines.

 

Die Reichsgesetze von 1934 vernichteten das blühende Vereinsleben. Am 21. April 1934 mußte in der Generalversammlung folgender Beschluß gefaßt werden: „Der Schützenverein Eichenlaub wird mit allen Stimmen gegen keine Stimme aufgelöst; vorhandenes Vereinsvermögen wird dem Bürgermeister zur Aufbewahrung ausgehändigt.”

 

Während des nationalsozialistischen Regimes ab 1933, den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 und den schweren Jahren nach dem Krieg bestand der Verein nicht.

 

Es vergingen über zwanzig Jahre, bis der damalige Bürgermeister Karl Pröbster am 12. Januar 1957 alle Interessenten einlud, den Schützenverein zu neuem Leben zu erwecken.

 

Seine Bemühungen hatten Erfolg. 31 Bürger traten dem Verein bei und einer Wiedergründung stand nun nichts mehr im Wege.

 

Der Verein war in den Jahren 1957 und 1958 aktiv, nahm an auswärtigen Veranstaltungen teil und hielt unter anderem samstags Schießabende ab. Ein Schuß mit dem vereinseigenen Luftgewehr kostete 5 Pf., der Monatsbeitrag weiterhin 50 Pf. Da in der Gemeinde kein Soldaten- und Kriegerverein bestand, entschloss man sich, bei Beerdigungen von Kriegern -unabhängig von einer Mitgliedschaft im Schützenverein- in jedem Fall mit einer Abordnung präsent zu sein.

 

In den Jahren 1959 bis 1962 dagegen war durch schwere Krankheit des 1. Vorstandes kaum Aktivität zu verzeichnen.

 

Dies änderte sich jedoch 1963, als durch die Initiative von Josef Eiber eine junge, dynamische Vorstandschaft die Geschicke des Vereines in die Hand nahm. Im Vereinslokal Gailler wurde der ausgediente Kuhstall zweckentfremdet und mit freiwilliger Hilfe der Mitglieder vier neue Schießstände eingerichtet.

 

Dadurch konnte bereits 1965 eine Mannschaft am Rundenschießen teilnehmen und wurde gleich zweiter Gruppensieger in der C-Klasse Oberpfalz IV. 1966 wurde die erste Mannschaft in der B-Klasse Oberpfalz IV Sieger, die zweite Mannschaft wurde in der C-Klasse Oberpfalz IV ohne eine einzige Niederlage Gruppensieger.

 

Ein stetiger Mitgliederzuwachs und rege Aktivität bestimmten das Vereinsleben. 1967 wurde die Juniorenmannschaft des Schützenvereins „Eichenlaub” Sondersfeld mit 821 Ringen Gaumeister und Gaupokalsieger mit 812 Ringen. Die erste von nunmehr drei Mannschaften schoß bereits in der A-Klasse.

 

Bald reichten die vier Schießstände nicht mehr aus und man entschloss sich Ende 1969, ein neues Schützenheim zu errichten. Auf einem von der Gemeinde überlassenen Grundstück wurde durch große Opferbereitschaft und den unermüdlichen Fleiß vieler Vereinsmitglieder innerhalb kürzester Zeit ein Vereinsheim errichtet, das bereits zu Weihnachten 1970 bezogen werden konnte. Zur Einweihung des Schützenhauses am 30. Juli 1972 fand ein großes Fest mit Schützenzug und Pokalverleihung statt. 28 Vereine hatten sich beim Pokalschießen beteiligt.

 

Die Bewirtung der Gäste übernahmen in den folgenden Jahren verschiedene Personen, wobei der Vorstand auch immer wieder selbst den Wirtschaftsbetrieb übernehmen muß.

 

In den Jahren 1971 bis 1973 nahmen fünf, ab 1974 sechs Mannschaften am Rundenwettkampf teil. Der Verein zählte bereits 1974 stolze 100 Mitglieder. Dieser Stand wurde bis in die achtziger Jahre konstant gehalten.

 

Das 50-Jährige Gründungsjubiläum wurde 1976 mit einer Fahnenweihe und dem Gauschießen gefeiert. Am Schießen beteiligten sich 800 Schützen aus nah und fern. Das dreitägige Fest zog sehr viele Gäste an. Der Festgottesdienst mit Fahnenweihe am Sonntag, den 27. Juni -auf den Tag genau 50 Jahre nach der ersten Fahnenweihe- fand bei hochsommerlichem Temperaturen und strahlendem Sonnenschein unter freiem Himmel statt. 70 Vereine nahmen am großen Festzug durch die Ortschaft teil, der im Festzelt mündete, wo bis in die Abendstunden gefeiert wurde.

 

1979 wurde erstmals ein Sauessen für die ganze Bevölkerung abgehalten. Diese Veranstaltung ist mittlerweile zur Tradition geworden und erfreut sich größter Beliebtheit. 1999 wurde durch zwei Vorstandsmitglieder ein moderner Gasgrill gebaut, der die Zubereitung wesentlich erleichtert. Auf Wunsch kann dieser auch an Interessierte ausgeliehen werden.

 

Auch der gemeinsame Kirchgang zu Ehren des Hl. Sebastian (20. Januar) mit anschließendem Weißwurst-Frühschoppen hat sich als fester Termin eingebürgert. Weiterhin wird jedes Jahr ein Königsschießen mit Proklamation im Mai abgehalten. In unregelmäßigen Abständen werden Vereins- und Skiausflüge organisiert. Den besinnlichen Jahresabschluß bildet eine Weihnachtsfeier Anfang Dezember.

 

Auf sportlicher Ebene wurde in den achtziger Jahren auch verstärkt an Gau-, Bezirks-, Bayerischen und sogar Deutschen Meisterschaften mit sehr großem Erfolg teilgenommen. Herausragende Schützen dabei waren Markus Harrer und Michael Bruckschlögl.

 

Im Jahre 1983 entschloß man sich, die Jugendarbeit zu intensivieren und konnte dadurch 20 Jugendliche für den Schießsport gewinnen.

 

Am Rundenwettkampf 1988 nahmen bereits elf Mannschaften teil und mit dem Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga im gleichen Jahr konnte man den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Diese Klasse konnte bis zum heutigen Zeitpunkt gehalten werden, so daß man sagen kann, daß der Schützenverein „Eichenlaub” Sondersfeld auch im Bezirk Mittelfranken eine feste Größe ist.

 

Als großer sportlicher Erfolg darf gewertet werden, daß sowohl der Stadt(wander)pokal wie auch die Mannschaftswertung der Stadtmeisterschaften der Großgemeinde Freystadt seit 1988 zehn Jahre in Folge an den Schützenverein Sondersfeld gingen.

 

Am Rundenschießen 1999 beteiligten sich acht Mannschaften in der offenen Klasse sowie erstmals eine Jugendmannschaft. Die erste Mannschaft schießt in der Bezirksliga II, die zweite Mannschaft in der Gauliga II, eine Mannschaft in der A-Klasse, drei in der B-Klasse und zwei Mannschaften in der C-Klasse.

 

Das Schützenhaus wurde im Laufe der Zeit ständig modernisiert. 1989 wurden elektrische Schießstände angeschafft und im Zielbereich dekorativ mit Holz verkleidet. Bald darauf wurde das Dach erneuert und kurz danach eine sparsame Gasheizung installiert und der Küchen- und Toilettenbereich modernisiert. Zuletzt wurde eine Theke mit Durchlaufkühlung und integrierter Flaschenkühlung angeschafft, so daß auch in Zukunft ein komfortabler und reibungsloser Wirtschafts- und vor allem Schießbetrieb gewährleistet ist. Die Erweiterung des Schützenhauses um weitere Schießstände und einem Umkleideraum wurde bereits angedacht, jedoch aufgrund der hohen Kosten noch nicht verwirklicht.

 

Die Auswertung der Schießergebnisse erfolgt seit 1994 mittels eines zuverlässigen Ringlesegerätes, die dazugehörigen Schussbilder sind auf einem Bildschirm sichtbar.

 

Vom 30.Juni bis 02.Juli 2000 feierte der SV Eichenlaub das 75jährige Gründungsjubiläum.

 

Ein Rockabend mit der Spitzengruppe “Charlie” eröffnete am 30.Juni 2000 die Feierlichkeiten.

 

Am Festsamstag wurden gegen 19.15 Uhr die Patenvereine zusammen mit der Kapelle “Hoiderlinger” am Ortseingang nach Mittelricht abgeholt. Nach dem Einzug ins Festzelt und der Ansprache des 1. Schützenmeisters Clemens Nickel, fand an der Sulz das Gauböllertreffen statt. Schirmherr Willibald Gailler nahm anschließend im Festzelt die Preisverleihung der Stadtmeisterschaftsfeier vor. Es folgten einige Ehrungen für besonders verdiente Mitglieder.

 

Am Sonntag, einem herrlichen Sommertag, übernahmen 18 Berngauer Böllerschützen zu früher Stunde (7 Uhr) den Weckruf mit einigen Schüssen an der Kreuzung. Anschließend fand im Schützenhaus ein Weißwurstfrühschoppen statt. Nach dieser Stärkung erfolgte die Aufstellung zum Kirchenzug, wobei erst die Patenvereine am Ortseingang abgeholt wurden, und anschließend die Ortsvereine sowie Schirmherr, Pfarrer und Ministranten oberhalb der Kirche. Nach dem Einzug ins Festzelt zelebrierte Pater Benno Skwara den Festgottesdienst. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Blaskapelle Dirnhofer, Stauf. Um 13.30 Uhr erfolgte die Aufstellung zum Festzug. 65 Vereine nahmen an dem farbenprächtigen Umzug teil. Nach diversen Ansprachen fand die Scheckübergabe an Vertreter des Klinikums Neumarkt statt. Im Anschluss folgte die Krönung der Bundeskönige durch Bezirksschützenmeister Manfred Schönecker und die große Preisverteilung des Jubiläumsschießens.

Die Blaskapelle Berngau unterhielt die anwesenden Gäste noch bis in die frühen Abendstunden.

© Thomas Lerzer
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